[Rezension:] Ich und die Menschen von Matt Haig (RE)

Ich und die Menschen
Verlag: dtv
Seitenzahl: 352
Erscheinungsjahr: 2014
Genre: Roman
(über das Menschsein)
Originaltitel: The Humans
Reihe: Nein.

ISBN-10: 3423260149
ISBN-13: 978-3423260145

Kurzbeschreibung lt. amazon:

In einer regnerischen Freitagnacht wird Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, aufgegriffen, als er nackt eine Autobahn entlangwandert. Professor Martin ist nicht mehr er selbst. Ein Wesen mit überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew ist nicht begeistert von seiner neuen Existenz. Er hat eine denkbar negative Meinung von den Menschen. Jeder weiß schließlich, dass sie zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz und Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseits: Kann eine Lebensform, die Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel, der Frau des Professors, in die Augen blickt?

Erster Satz:

Hallo, Mensch. Wie geht es dir?

Meine Meinung:

→ speziell, interessant und überraschend herzlich ←

Inhaltlich…

…geht es um den „unechten“ Andrew. Dieser kommt von einem sehr weit entfernten Planeten zu uns auf die Erde. Er möchte die Menschheit retten, in dem er den Fortschritt boykottiert. Die Menschen werden von „Andrew’s“ Volk als dumm und egoistisch dargestellt. Man muss sich vor Ihnen unbedingt in Acht nehmen. Aber „Andrew“ lernt die Menschen besser kennen. Er lernt ihre Gefühle kennen und schaut hinter die Fassade. Und er entwickelt selbst menschliche Gefühle? Wie geht das? Er sollte doch nicht dazu fähig sein…

Erzählt…

…Zu Beginn hatte ich so meine Probleme mit der Geschichte. Ich fand den Schreibstil zäh und die Informationen langweilig bzw. ich konnte mich nicht in das Buch einfinden und es verstehen. Irgendwann merkte ich aber, dass ich das Buch lückenlos weiter gelesen habe. Ich bin nicht mit den Gedanken umhergewandert, sondern hab mich endlich auf die Geschichte eingelassen. Und dann war es auch so, dass ich mich beim Schmunzeln und Lachen erwischte. Ich finde, dass der Autor ein paar ganz tolle Aspekte und auch einiges Wissenswerte in die Geschichte eingebracht hat.

Worte, die mich berührt haben:

„Die Menschen mögen Verrückte in der Regel nicht, es sei denn, sie können gut malen, und auch dann erst, wenn sie tot sind.“
Seite 49

„Immer wenn die Menschen den Dingen wirklich auf den Grund gehen – ob in den künstlich voneinander getrennten Feldern der Quantenphysik, der Biologie oder der Neurowissenschaft, der Mathematik oder der Liebe -, stoßen sie auf Nonsens, Irrationalität und Anarchie. Alles, was sie wissen, wird widerlegt, immer wieder und wieder.“
Seite 311

Äußerlich…

…passt auch dieses Cover perfekt zum Thema. Es ist schön in blau gehalten und es ziert einen Planeten. Und der Mann mit dem Regenschirm und dem Hund soll wohl „Andrew“ darstellen. Es gefällt mir sehr gut. :)

Charakterlich…

…finde ich „Andrew“ sehr interessant. Er ist mal ein Charakter, der sich so enorm weiter entwickelt. Hallo? Er hat mehr Gefühle als der echte Andrew? Jaaa, und genau das macht diesen“ Jetzt Menschen“ sehr authentisch und sympathisch. Er trifft rein instinktiv richtige Entscheidungen. Ich mag ihn total gerne.

Fazit: 

Dies ist ein etwas anderes Buch. Es brachte mich zum Nachdenken, ob es nicht doch noch irgendwelche andere Lebensformen in unserer Galaxie gibt. Wieso eigentlich nicht? Außerdem sehr toll über die menschlichen Verhaltensweisen erzählt. Dann hat das Buch auf Seite 324 ff eine Liste mit 97 Ratschlägen, was wichtig im Leben ist. Ein paar finde ich davon richtig toll!

Lasst euch auf die Geschichte ein und ihr werdet überrascht sein!

Ich vergebe 4 Bücher!
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Vielen Dank an den dtv für das Rezensionsexemplar!

Hier könnt ihr das Buch kaufen:


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